Gesundheit und Soziales

    Beschäftigte fordern Durchbruch in Verhandlungen

    Deutsches Rotes Kreuz Niedersachsen

    Beschäftigte fordern Durchbruch in Verhandlungen

    Die Tarifverhandlungen mit mehreren Kreisverbänden des DRK in Niedersachsen stocken weiterhin
    Beschäftigte fordern Durchbruch in Verhandlungen ver.di Beschäftigte fordern Durchbruch in Verhandlungen  – Tarifrunde DRK Niedersachsen 2021


    Die Tarifverhandlungen mit mehreren Kreisverbänden des DRK in Niedersachsen stocken weiterhin. ver.di mahnt daher erneut konstruktive Verhandlungen und eine Einigung an. Tarifverhandlungen finden derzeit unter anderem statt in den DRK-Kreisverbänden Gifhorn, Hannover, Lüneburg, Bremervörde und Braunschweig-Salzgitter. 

    ver.di fordert die Übertragung des jüngsten bundesweiten DRK-Tarifabschlusses, der unter anderem vorsieht: Lohnerhöhungen in zwei Schritten um 1,5 Prozent (mindestens 50 Euro) und weitere 1,9 Prozent, Corona-Sonderzahlung von bis zu 600 Euro, Zulage für Notfallsanitäter von bis zu 400 Euro, 30 Tage Urlaub für alle. 

    Während der bundesweite Tarifvertrag von DRK-Kreisverbänden, die Mitglied in der Tarifgemeinschaft der Arbeitgeber sind, bereits umgesetzt wird, wird dies in den übrigen DRK-Gliederungen bislang verweigert. 

    Zur Bekräftigung der Forderungen übergeben Beschäftigte des DRK Rettungsdienstes Hannover am heutigen Montag, 28. Juni, zahlreiche Unterschriften an die DRK-Geschäftsführung. Auch in weiteren Kreisverbänden, etwa in Osterode und Weserbergland, haben DRK-Beschäftigten Petitionen durchgeführt. Bereits in der vergangenen Woche haben Beschäftigte des DRK-Rettungsdienstes Osnabrück in einer Unterschriftenaktion ein Ende der Ungleichbehandlung gefordert. In den Protest werden auch die Krankenkassen einbezogen, die ihrerseits Kostendruck aufbauen. Sie müssen für die Gesamtkosten des Rettungsdienstes aufkommen und üben darüber auch Druck auf die Löhne aus. 

    „Die DRK-Beschäftigen in Niedersachsen machen deutlich, dass sie einen Durchbruch in den Verhandlungen erwarten“, erklärt David Matrai vom ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen. „Es darf keine Beschäftigten zweiter Klasse beim DRK geben. Die Arbeitgeber sind nun in der Pflicht, aber auch die Krankenkassen müssen endlich ihren Kostendruck aufgeben und ein Ergebnis ermöglichen“, so der ver.di- Vertreter.