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    DGB fordert Anhebung des Beamten-Sonderurlaubs für Kinderbetreuung

    Beamt*innen Niedersachen-Bremen

    DGB fordert Anhebung des Beamten-Sonderurlaubs für Kinderbetreuung

    Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert, die Zahl der Sonderurlaubstage für niedersächsische Beamtinnen und Beamte anzuheben, damit diese aufgrund von KITA- oder Schulschließungen ihre Kinder zu Hause betreuen können.
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    Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert, die Zahl der Sonderurlaubstage für niedersächsische Beamtinnen und Beamte anzuheben, damit diese aufgrund von KITA- oder Schulschließungen ihre Kinder zu Hause betreuen können. Bislang plant das Innenministerium lediglich, den Urlaubsanspruch zeitlich befristet für die Dauer der Covid-19-Pandemie um fünf bzw. neun Tage zu erhöhen, wenn ein Kind schwer erkrankt oder pflegebedürftige Angehörige akut betreut werden müssen. Der Anspruch sollte pro Kalenderjahr und auch für notwendige Kinderbetreuung geltend gemacht werden können, fordert der gewerkschaftliche Dachverband zusammen mit seinen Mitgliedsgewerkschaften Gewerkschaft der Polizei (GdP), Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und ver.di.

    Dr. Mehrdad Payandeh, Vorsitzender des DGB in Niedersachsen, sagt: „Wegen der vielfach geschlossenen Schulen und Kindergärten brauchen Eltern Sonderurlaub, damit sie ihre Kinder zu Hause betreuen können. Die bisher geplante Regelung reicht nicht aus, da die Einschränkungen aufgrund der Pandemie andauern. Nur mit mehr arbeitsfreien Tagen können Eltern den privaten und beruflichen Anforderungen gleichermaßen gerecht werden.“

    Dietmar Schilff, Vorsitzender der GdP Niedersachsen, erklärt: „Grundsätzlich begrüßen wir die aktuellen Pläne für eine Änderung der Niedersächsischen Sonderurlaubsverordnung. Aber insgesamt greifen sie zu kurz. Eltern werden in der aktuellen Situation nicht nur vor große Probleme gestellt, wenn das eigene Kind erkrankt ist, sondern auch dann, wenn sie von Schul- und Kita-Schließungen betroffen sind oder die Kinder im „Szenario B“ von zu Hause aus lernen müssen.“

    Laura Pooth, Vorsitzende der GEW Niedersachsen, betont: „Weder Homeoffice noch Homeschooling lassen sich mit Kinderbetreuung unter einen Hut bringen. Es ist ein Trugschluss, zu meinen, dass Beschäftigte Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung gleichzeitig leisten können. Das führt zu einer unzumutbaren Doppelbelastung von Eltern und wird den Bedürfnissen der Kinder nicht gerecht. Die Erfahrungen der letzten Monate belegen dies.“

    Detlef Ahting, Landesbezirksleiter bei ver.di Niedersachsen-Bremen, ergänzt: „Auf Bundesebene sind solche Regelungen bereits beschlossene Sache. Deshalb setzen wir uns gemeinsam dafür ein, die Anzahl der Sonderurlaubstage auch für die niedersächsischen Beamtinnen und Beamten anzuheben. Das ist nur fair.“

    Tarifbeschäftigte erhalten rückwirkend vom 05.01.2021 bis zum 31.12.2021 das „Corona-Kinderkrankengeld“. Dieser Anspruch besteht für höchstens 20 Tage pro Kind, für Alleinerziehende höchstens 40 Tage (§ 45 SGB V „Krankengeld bei Erkrankung des Kindes“).