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    NORD/LB kann öffentlich-rechtlich bleiben

    NORD/LB

    NORD/LB kann öffentlich-rechtlich bleiben

    Eine öffentliche Nord/LB ist enorm wichtig für das Land, die Wirtschaft und die Bürger*innen!

    Die NORD/LB muss öffentlich-rechtlich bleiben – und sie kann es auch. Darin ist sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit dem Europaparlamentarier Bernd Lange einig. Der Vorsitzende des Handelsausschusses hatte in einer Pressemitteilung deutlich gemacht, dass eine Beteiligung des Landes sehr wohl möglich sei. ver.di begrüßte gleichzeitig Überlegungen der Sparkassen-Organisation, die Bank nun doch zu stützen. Landesleiter Detlef Ahting: „Wir sehen uns bestätigt, die Bank kann und sie muss in öffentlicher Hand bleiben. Eine Investition in eine eigenständige öffentliche Zukunftslösung ist besser, als privaten Investoren Milliarden an Steuergeldern hinterher zu werfen.“ Eine öffentliche Nord/LB sei enorm wichtig für das Land, die Wirtschaft und die Bürger*innen! 

    Auch Landesfachbereichsleiter Jörg Reinbrecht erwartet, dass sich die Träger der Bank gemeinsam mit der Bundesregierung gegenüber den Entscheidungsträgern in Brüssel vehement dafür einsetzen, damit die Kapitalzufuhrt durch die EU genehmigt werden kann. Reinbrecht erteilte einer Beteiligung von Private-Equity-Gesellschaften an der NORD/LB eine klare Absage. „Das wäre der Tod für die Bank. Ich glaube, das haben inzwischen auch Finanzminister Hilbers und die Sparkassen gemerkt“, so der Gewerkschafter. Die vorzeitige Festlegung auf die Beteiligung eines privaten Investors habe sich strategisch als falsch erwiesen. „Fonds wie Cerberus sind die Mitarbeitenden und die langfristigen Interessen des Landes völlig egal – es geht ihnen um das schnelle Geld“, weiß Reinbrecht. 

    ver.di hatte schon in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass die Europäische Kommission 2017 bei der staatlichen portugisischen Bank Caixa Geral de Depositos (CGD) eine 3,9-Milliarden-Spritze des Staates genehmigt hatte.