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    Warnstreik beim TÜV Nord

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    Warnstreik beim TÜV Nord

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten des TÜV-Nord am Montag, 11. Juni, zum eintägigen Warnstreik auf. Neben den Standorten in Niedersachen (Hannover, Wolfsburg, Braunschweig und Oldenburg) und Bremen werden weitere Einrichtungen des Unternehmens, beispielsweise in Hamburg und Essen, zeitgleich zum Warnstreik aufgerufen. Hintergrund der Aktion ist die laufende Tarifrunde für die bundesweit rund 6.000 Tarifbeschäftigten des Unternehmens. Neben dem TÜV-Nord gehören auch der TÜV Hessen und die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) zur Tarifgemeinschaft TÜV BUND, die als Arbeitgeberverband diese Tarifrunde mit ver.di führt.

    In bisher vier Verhandlungsrunden konnten sich ver.di und die Arbeitgeber auf kein Ergebnis einigen. Die ver.di Tarifkommission fordert für dieses Jahr eine Tariferhöhung von 6 Prozent, rückwirkend zum 1. April und ab April 2019 weitere 6 Prozent. Des Weiteren möchte ver.di eine Wahlmöglichkeit für Gewerkschaftsmitglieder vereinbaren. Wer auf einen Teil der Tariferhöhung verzichtet, soll demnach die Möglichkeit haben, mehr Urlaubstage zu nehmen. Die Arbeitgeberseite bot in der letzten Verhandlung lediglich eine Tariferhöhung von 2,4 Prozent an.

    Dazu Landesfachbereichsleiterin Ute Gottschaar: „Vom Kernkraftwerk über den Straßenverkehr bis hin zum Aufzug in Hochhäusern, alle wollen Sicherheit im täglichen Leben. Wenn es aber darum geht, die Beschäftigten für diese Arbeit anständig zu vergüten, wird geknausert. Das machen wir nicht mit!“ Die Kolleginnen und Kollegen wollten ein anständiges Tarifangebot, das in der Nähe unser Forderungen liege. Überall gebe es gute Tarifergebnisse in der Republik - das müsse beim TÜV Nord auch so sein.

    Die zentrale Streikaktion findet ab 8:00 Uhr vor dem TÜV-Nord Zentrale, Am TÜV 1, Hannover, statt. Es wird einen Streikposten mit Redebeiträgen und Musik geben.