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    work & life-Messe 2018

    Ortsverein Heidekreis

    work & life-Messe 2018

    Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Einzelgewerkschaften ver.di, IG BCE und GEW nahmen zum dritten Mal an der dreitägigen work & life-Messe in der Heidmarkhalle teil. "Wir sind wieder hier, um über die Rechte von Azubis aufzuklären", erläutert Renate Gerstel, DGB-Vorstandsmitglied im Heidekreis. Kräftig unterstützt wurde sie unter anderem von den weiteren Vorstandsmitgliedern Detlef Scherer (IG BCE), Uschi Bock (GEW) und Charly Braun, dem DGB-Vorsitzenden im Heidekreis. Am Messestand trafen sich immer wieder Gewerkschaftsmitglieder und berichteten von ihren Erfahrungen in Schulen und Betrieben. „Besonders Ausbildungsabbrüche und Überstunden von Auszubildenden in der Gastronomie wurden oft beklagt“, so Gerstel.

    work & life-Messe 2018 in Bad Fallingbostel ver.di work & life-Messe 2018 in Bad Fallingbostel

    "Gemeinsam lernen - Vereint kämpfen / Rechte kennen und durchsetzen", war Motto des Standes. "Die SchülerInnen ziehen sich eins der Lose aus unserem Aktionskorb. Darauf stehen Fragen, mit denen wir spielerisch über Urlaubsanspruch, Inhalt eines Ausbildungsvertrages, Arbeitszeiten, Rolle der Gewerkschaften und anderes aufklären", so Scherer. So manche der Fragen brachten die jungen Besucherinnen und Besucher ins Grübeln: „Dürfen Azubis Überstunden machen? Muss der Chef Arbeitsmittel und Arbeitskleidung stellen? Was ist ein Berichtsheft? Ist es in der Arbeitszeit oder in der Freizeit zu führen? Wie lang ist die Probezeit in der Ausbildung?“ Für jeden, der mitmachte, gab es neben kleinen Preisen die gut verständliche Broschüre der DGB-Jugend "Gemeinsam Gewinnen - Deine Rechte in der Ausbildung". Sie kann auch über das Internet heruntergeladen werden (http://jugend.dgb.de/-/XgM).

    Die Gewerkschaftsmitglieder hatten dieses Mal noch etwas Besonderes im Gepäck. Ein großes Banner der ver.di-Jugend hing am Stand und zeigte eine Gegenüberstellung von wichtigen Punkten rund um die Ausbildung. Was steht im Gesetz und wie ist es in einem Tarifvertrag geregelt, beispielsweise in dem für den öffentlichen Dienst? So erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass Vergütung, Arbeitszeit, Urlaub, Jahressonderzahlungen wie das Weihnachtsgeld, Lehrmittelzuschuss oder die Übernahme nach der Ausbildung gesetzlich entweder gar nicht oder sehr viel schlechter geregelt sind als in einem Tarifvertrag. „Die jungen Menschen erkennen durch diese Gegenüberstellung schnell, wie wichtig Gewerkschaften sind. Denn ohne sie, gäbe es keine Tarifverträge. Nur mit ihnen können höhere Löhne und besserer Arbeitsbedingungen, als die gesetzlichen erreicht werden“, so Scherer von der IG BCE. Azubis bekommen weiteren Rat und Informationen beim kostenlosen Online-Beratungsservice Dr. Azubi (www.dr-azubi.de) und bei ver.di (0 41 31-76 24 0; service.nds-hb@verdi.de). Solche aus der Gastronomie können sich auch an Manuela Schäffer oder Steffen Lübbert wenden, Gewerkschaftssekretäre der NGG (0 41 31-42 14 60; manuela.schaeffer@ngg.net; steffen.luebbert@ngg.net).